Einleitung


„Überall dort, wo der Mensch sich selbst erfährt und wagt, wo er sich in Hoffnung einer ihn eigentlich überfordernden Welt stellt, wo er hofft wider alle Hoffnung, wo er zu lieben wagt in einer ihn eigentlich überfordernden Weise, wo er an das Licht glaubt, obwohl es Nacht ist, an den Sinn, obwohl alles sinnlos zu werden scheint, wo er kapituliert und diese Kapitulation als seinen endgültigen Sinn glaubt, da wird jene radikalisierte Transzendentalität des Menschen in das unbegreifliche Geheimnis Gottes erlebt, da wird Gnade erfahrbar, auch wenn sie vielleicht als solche nicht reflektiert und verbalisiert und so zu einem Gegenstand thematischer Begrifflichkeit gemacht werden kann.“


(Karl Rahner)


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