Die Marienschule ist UmweltSchule

Lernen und Handeln für unsere Zukunft


Umweltschule

Während der feierlichen Auszeichnungsveranstaltung der Umweltschulen am 20.9.2018 in Fritzlar konnten Dr. Ute Lange (Projektleiterin) und Dr. Daniel Krimmel eine entsprechende Urkunde und Plakette von Staatssekretärin Dr. B. Tappeser (Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)entgegennehmen.

Im November 2020 wurde die Marienschule nun zum fünften Mal als Umweltschule ausgewiesen. Leider konnte in diesem Jahr die Überreichung der Urkunde nicht wie üblich im Rahmen einer feierlichen Auszeichnungsveranstaltung durch Vertreter des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) und des Hessischen Kultusministeriums (HKM) stattfinden. Aber auch die unter Coronabedingungen ohnehin nur in kleinem Rahmen für den 29.10.20 im Fuldaer Umweltzentrum geplante Veranstaltung musste aus gegebenem Anlass abgesagt werden. Damit hatten die 14 zertifizierten osthessischen Schulen keine Gelegenheit ihre Projekte auszustellen bzw. sich gegenseitig vorzustellen.

Umweltschule

Das Konzept UmweltSchule versteht sich in erster Linie nicht als ein Wettbewerb, bei dem es nur wenige Gewinner gibt, sondern als ein Programm, das viele erfolgreiche Teilnehmer hervorbringt. Es ist ein Programm mit dem der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung an den Schulen ein größerer Stellenwert eingeräumt werden soll. Denn nur so ist es möglich, dass junge Menschen langfristig die Kompetenzen entwickeln können, die für das Leben im 21. Jahrhundert unbedingt notwendig sind (Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz & Hessisches Kultusministerium 2011).

Angesichts der stetig steigenden Umweltprobleme wird es in Schulen immer wichtiger, Umweltbildung nicht nur als begleitenden Unterrichtsstoff zu behandeln, sondern entsprechende Themen verstärkt in außerunterrichtlichen Projekten anzubieten. Hierbei stellt das Zertifikat „UmweltSchule“ einen wichtigen Ansporn für Kollegen/innen und Schüler/innen dar, um sich in einzelnen, selbst ausgewählten Projekten klassen- oder auch stufenübergreifend mit umweltbezogenen Themen auseinanderzusetzen.

Da das Angebot an geeigneten und abwechslungsreichen Themen sehr groß ist, fällt es nicht schwer, immer wieder neue, ansprechende, auf die Bedürfnisse der jeweiligen Schule zugeschnittene Projekte zu entwickeln und umzusetzen, während einige der früheren Projekte zum Teil über einen längeren Zeitraum fortgesetzt werden können. Bei der Planung und Umsetzung ihrer Vorhaben werden die Schulen bei Bedarf stets auch von regionalen Partnern wie dem Umweltzentrum, dem Biosphärenreservat, den örtlichen Forstämtern und anderen persönlichen Ansprechpartnern begleitet und tatkräftig unterstützt.

 

So wurde 2010 nach der bereits 2007 erfolgten Ausweisung des teilweise denkmalgeschützten Gebäudekomplexes der Marienschule als „Fledermausfreundliches Haus“ durch den NABU-Landesverband in Wetzlar im Zuge der UmweltSchul-Zertifizierung mit den ersten Projekten zum Fledermausschutz begonnen. Auch das Anbringen gekaufter bzw. selbst gefertigter Fledermauskästen und Nisthilfen für Wildbienen, die in Klassen- und Fachräumen praktizierte Abfalltrennung in der Verantwortung eines jeweils klassenintern organisierten Umweltdienstes (seit 2003) sowie das Sammeln von Flaschenkorken für das Epilepsiezentrum in Kork bei Kehl (seit 2002) sind wichtige Themen der nachhaltigen Umweltbildung an der Marienschule.          

Angesichts des an der Marienschule ständig zunehmenden Müllaufkommens, insbesondere der immensen Menge an in der Cafeteria anfallenden Pappbechern und Plastikbehältern standen für die weiteren Zertifizierungen u.a. verschiedene Projekte zur Vermeidung von Plastikmüll im Vordergrund. In diesem Zusammenhang besteht ein langfristig angelegtes Projekt, bei dem es, nach Prüfung verschiedenster Möglichkeiten und Angebote, um die Einführung von kompostierbaren Mehrwegbechern der Firma Nowaste (Hanau) geht. Nachdem im Schuljahr 2012/13 die Schulgemeinde erstmalig mit diesen Bechern versorgt werden konnte, werden immer wieder Bestellmöglichkeiten, vor allem für die Schülerinnen der neuen 5. Klassen angeboten. Im Schuljahr 2019/2020 wurde eine Bestellaktion für die Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5 bis 7 geplant und durchgeführt. Zudem wurde die Cafeteria mit Nowastebechern ausgestattet. Denn nach einer längeren Übergangszeit werden seit November 2019 in der Schulcafeteria keine Einwegbecher mehr zur Verfügung gestellt. Stattdessen können Getränke nur noch in eigenen oder ausleihbaren Nowastebechern gekauft werden.


Umweltschule

Die Klasse 5c nach der Ausgabe ihrer individuell kombinierten Nowaste-Becher (Schuljahr 19/20) (Foto: Alexander Schmitt) 

Umweltschule

Aus Baumharzen hergestellte Nowaste-Becher sind eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Papp- und Plastikbechern (Foto: Ute Lange)

"Es sind die jungen Menschen, die morgen gestalten.

Ihre Entwicklung ist unsere Zukunft.

Unsere Umwelt braucht sensibilisierte Menschen, heute wie morgen.

Menschen, die über den Tellerrand schauen.

Menschen, die Müllberge nicht haben wollen.

Menschen, die nachhaltig leben wollen.“

                                                   (aus: Flyer der Firma NOWASTE)


Mit der Umweltschul-Zertifizierung wird seit 2018 auch die Anerkennung der Dachmarke „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“ ausgehändigt, die von der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie ins Leben gerufen wurde. Mit der Auszeichnung zur Hessischen Umweltschule gehören die betreffenden Schulen automatisch dem größeren Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“ an. Dieses Netzwerk vereint Schulen, die sich mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) nähern.                                                                                                                          

                                                                  Dr. U. Lange, Umweltbeauftragte der Marienschule