Wir sind eine Realschule für Mädchen!


Mädchenschulen haben in Deutschland inzwischen Exotenstatus. Von rund 38.000 allgemeinbildenden Schulen bundesweit sind laut einem Artikel von Tanja Tricarico vom 07.03.2015 nur rund 163 reine Mädchenschulen. Während Bayern und Baden-Württemberg zu den Spitzenreitern gehören, gibt es in Hessen nur 6 Mädchenschulen. Bei den meisten handelt es sich um private und kirchliche Träger.


Doch ein Unterricht ohne Jungs hat Vorteile, vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern und in Mathematik. Eine Augsburger Studie der Wissenschaftlerinnen Leonie Herwartz-Emden und Wiebke Waburg kommt zu dem Ergebnis, dass sich Schülerinnen an der Mädchenschule in naturwissenschaftlichen Fächern im Unterricht deutlich wohler fühlen als ihre Altersgenossinnen, die gemeinsam mit Jungs lernen. Generell sei eine gute Lernumgebung für Schülerinnen wichtiger. Diese sei in einer monoedukativen Schule erfüllt. Ein Grund hierfür sei, dass Freundschaften viel intensiver gepflegt werden können als in gemischten Klassen.

Auch in unserem Realschulzweig ist das Fach Naturwissenschaften ein sehr beliebtes Fach bei den Mädchen. Hier können sie ihren Forscherdrang ausleben, da sie häufig andere Zugänge zu den Themen brauchen als Jungs. Mädchen unter sich trauen sich mehr zu, probieren mutiger aus und arbeiten disziplinierter.
Spezielle Angebote wie Nähen, Kochen, Tanz und Theater kommen den Interessen der Mädchen entgegen.

Aber auch in Fächern wie Naturwissenschaften, Informationstechnologie, Forscher-AG und „Mathe-macht-lustig“ können Mädchen unter sich besser gefördert werden. Gerade in diesen Bereichen fällt es Schülerinnen, die in reinen Mädchenklassen unterrichtet werden, leichter, sich weiterzuentwickeln - das haben wissenschaftliche Studien ergeben!