Berufliche Orientierung


Die Realschule vermittelt nicht nur Fachkenntnisse und Fertigkeiten, sondern auch Einstellungen und Haltungen, die einen Lern- und Arbeitsprozess erleichtern. Mit dem Eintritt in die Sekundarstufe I wird fachübergreifend ein Schwerpunkt auf die berufliche Orientierung gelegt; Betriebserkundungen und -praktika ermöglichen dabei einen Überblick über die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt.


Der Schwerpunkt der beruflichen Orientierung liegt im Fach Arbeitslehre. Ziel ist die Vorbereitung auf den Einstieg in das Berufsleben sowie das Erkennen der persönlichen Begabungen und Neigungen. Individuelle Fähigkeiten sollen durch Übungen in den Bereichen Recherche und Mediennutzung, Eigenverantwortung, Teamarbeit, Zeitmanagement, Präsentation und Selbstständigkeit gefördert werden.

Die Berufsorientierung an der Realschule ist Teil eines Gesamtkonzeptes der Berufs- und Studienorientierung (BSO), das gleichermaßen für das Gymnasium und die Realschule gilt. Beide Schulformen kooperieren hier sehr eng miteinander.

Speziell für die Schulform Realschule können folgende Punkte hervorgehoben werden:

Jahrgangsstufe 5:


  • Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes: Nachhaltige und produktionsorientierte Erzeugung von Lebensmitteln kennenlernen, Verknüpfung von körperlicher Arbeit, sinnlicher Naturerfahrung und der Vermittlung praktischer Fähigkeiten, verschiedene Berufsbilder in der Landwirtschaft kennenlernen
  • Planung eines Klassenfestes (Weihnachts-, Faschings- oder Sommerfest)
  • Einblicke in verschiedene Arbeitsabläufe, Zeit- und Kostenplanung
  • Erlernen des Tastenschreibens (Methodenlernen)
  • Texterfassung in einem Textprogramm: Bearbeitung von Texten, Gestaltungsoptionen, Einfügen von Bilddateien


Die Schülerinnen können sich mit ihren unterschiedlichen Begabungen einbringen und lernen Verantwortung zu übernehmen.


Jahrgangsstufe 6:


  • Webklicker-Projekt: Arbeit mit Medien der Informationstechnologie, Medienpädagogische Arbeit


Jahrgangsstufe 7:


  • Im Fach ITG lernen die Schülerinnen unterschiedliche Medienformate kennen z.B. mediengestützte Referate, Präsentationen, mediengestützte Auswertung von Experimenten, etc.
  • Selbständiges Führen eines Medienportfolios
    Jede Schülerin nimmt eine Kurzdarstellung des erstellten Medienformates in ihr Portfolio auf. Die vom Fachlehrer gegebene Rückmeldung wird ebenfalls ins Portfolio aufgenommen. Das Führen eines Medienportfolios hat u.a. das Ziel, die Schülerinnen "fit" für die Präsentationen in der Abschlussprüfung der Realschule zu machen.
  • Fächerübergreifendes Projekt GIG
    Die Schülerinnen sollen in ihrer Rolle als verantwortungsbewusste Verbraucherinnen gestärkt und ihre finanzielle Allgemeinbildung gefördert werden.
    Das Finanzprojekt verbindet fundierten Unterricht mit medienpraktischer Gruppenarbeit.
  • GIRLS’ DAY
    Die Schülerinnen nehmen von Klasse 7 bis 10 teil und bekommen erste Einblicke in die Berufswelt.
  • Berufswahlpass
    Der Berufswahlpass unterstützt junge Menschen, sich bei der Wahl eines Berufes zu orientieren und begleitet diesen Prozess


Jahrgangsstufe 8/9:


  • Zweiwöchiges Betriebs- bzw. Sozialpraktikum 

    Sammeln von Erfahrungen, um die Berufswahlkompetenz der Schülerinnen vorzubereiten

    Erstellen einer Praktikumsmappe

    Präsentation des „Berufsbildes“ für die Schülerinnen der Jgsst. 7 zur Vorbereitung ihres Praktikums

  • Kennenlernen verschiedener Berufsbilder wie „Notfallsanitäter“, „Hebamme“, „Optiker“ durch Betriebserkundungen

  • Besuch des BIZ - Berufsinformationen durch das Arbeitsamt: Informationen über Ausbildung und Studium, Berufsbilder und deren Anforderungen kennenlernen

  • Bewerbungstraining unter Einbindung externer Fachkräfte: Bewerbungsschreiben erstellen, Bewerbungsgespräche einüben

  • Besuch von Bildungsmessen und Ausbildungsbörsen: Information über Ausbildungsberufe und Unternehmen oder Betriebe sowie Studiengänge und Hochschulen in der Region