Das Medienbildungskonzept der Marienschule


Mit der Einführung des erweiterten Medienbildungskonzeptes verfolgt die Marienschule folgende Zielvorstellungen:


Die Schülerinnen sollen
 

  • Medienangebote in reflektierter Weise auswählen und nutzen können,
  • Rechtliche, ökonomische und gesellschaftliche Bedingungen des Medienangebotes bzw. der Medienverbreitung kennen und beurteilen,
  • Gestaltungen von Medien verstehen und deren Einflüsse auf Individuum und Gesellschaft bewerten,
  • Medien als konstitutives Element der modernen Gesellschaft erfahren,
  • Eigene Mediengestaltungen verantwortungsbewusst entwickeln und verbreiten.

In allen Klassenräumen der Schule wird die Implementierung eines WLAN-/BYOD-Konzeptes (Bring Your Own Device) realisiert.

BYOD

Der BYOD-Ansatz geht davon aus, dass man Smartphones und Tablets der Schülerinnen nicht pauschal und undifferenziert verbietet, sondern vielmehr als Kulturzugangsgeräte versteht und produktiv im Unterricht nutzt. Denn schließlich sind moderne mobile Endgeräte mittlerweile nichts Anderes als leistungsfähige Multimedia-Rechner, mit denen sich z.B. sehr einfach Internetrecherchen durchführen oder Audio-, Bild- und Videoaufnahmen machen lassen. Prinzipiell wird so jedes Klassenzimmer jeden Morgen zu einem Multimedia-Raum mit einer Ausstattung, die den Schülerinnen bestens vertraut ist: Denn mit den eigenen Smartphones und Tablets kennen sich die Schüler hervorragend aus.

In den Klassenräumen sind neben dem WLAN-Zugang Monitore installiert, die als Anzeigemedium für alle im Raum befindlichen End-Geräte (Laptops, Tablets, Smartphones, usw.) dienen. So sind nicht nur die LehrerInnen, sondern auch alle Schüler in der Lage, sehr einfach Inhalte zu präsentieren und für die gesamte Lerngruppe zu visualisieren.

Die (bewährten) Sozialformen des Unterrichts können vor diesem Hintergrund auf die medienpädagogische und mediendidaktische Arbeit im Klassenraum übertragen werden: Das WLAN-/BYOD-Setting schränkt die LehrerInnen in der Planung ihres Unterrichts nicht ein; technische Ausstattungen dominieren nicht den Unterrichtsablauf in den Klassenräumen. Vielmehr steht immer die Verbesserung des Unterrichts im Fokus.

Dem didaktisch-methodischen Bereich des Medienbildungskonzeptes der Marienschule ist im medien-pädagogischen Sektor das Projekt "Digitale Helden" gegenüber gestellt, an dem die Marienschule seit dem Schuljahr 2016/2017 teilnimmt. Die Schülerinnen lernen an Hand der sog. "peer education"-Methode Grundkenntnisse zur Prävention von Onlinemobbing sowie von rechtlichen Problemen bei Datenschutz und Urheberrecht kennen. Die sog. Medienscouts der "Digitalen Helden" tragen medienpädagogisch bedeutsame Themen an ihre Mitschüler heran und helfen bei Problemfällen.

Das Medienbildungskonzept der Marienschule im Schaubild (für Vergrößerung bitte anklicken)

Medienkonzept

Das schuleigene Medien-Curriculum in der Unter- und Mittelstufe

Besonderheiten des Medienbildungskonzeptes in der Unter- und Mittelstufe

KLASSE 7


Zusammenarbeit der Fächer ITG (Informationstechnische Grundbildung) und PoWi (Politik und Wirtschaft) in einem zweistündigen Unterrichtsfach

 

Die Methoden und Inhalte des Faches ITG werden an den Inhalten des Faches Politik und Wirtschaft in der Jahrgangsstufe 7 erarbeitet und angewendet. Die Unterrichtsorganisation erfolgt in Lehrer-Teams von je einem PoWi- und einem ITG/Informatik-Lehrer. Jede Klasse der Jgst. 7 wird hierfür in zwei Teile (mit max. 15 Schülerinnen) geteilt. Die Jgst. 7 nimmt in diesem Konzept eine zentrale Rolle bei der Ausbildung von Medienkompetenz ein und besitzt eine "Gelenkfunktion" bei der Öffnung der medienpädagogischen Arbeit hin zu allen Unterrichtsfächern.

KLASSE 8 / 9 /10


Selbständiges Führen eines Medienportfolios mit unterschiedlichen "Medienformaten", z.B.:


  • Mediengestützte Referate
  • Präsentationen
  • Mediengestützte Auswertung von Experimenten
  • Produktion eines Hörspiels/Podcasts


Jede Schülerin nimmt eine Kurzdarstellung des erstellten Medienformates in ihr Portfolio auf. Die vom Fachlehrer gegebene Rückmeldung wird (z.B. in Form eines Bewertungsbogens) ebenfalls ins Portfolio aufgenommen. Das Führen eines Medienportfolios hat u.a. das Ziel, die Schülerinnen "fit" für die Präsentationsprüfungen im Abitur bzw. in der Abschlussprüfung der Realschule zu machen.

KLASSE 9 und 10 sowie E- und Q-Phase


Spezialisierung: Fachunterricht INFORMATIK


Informatik im Wahlunterricht der Klassen 9 und 10


  • Grundlagen der Objektorientierten Programmierung
  • Erstellung einer Website
  • Bildbearbeitung
  • Audiobearbeitung


Fortführung in der Oberstufe: Informatik in der Einführungsphase


  • Objektorientierten Programmierung in der Programmiersprache JAVA
  • Grundlagen von Computernetzwerken


Robotik AG


  • autonome humanoide Roboter
  • Zusammenarbeit mit der Hochschule Fulda, Fachbereich Angewandte Informatik
NAO