Berufs- und Studienorientierung an der Marienschule


Die Marienschule Fulda steht für eine an christliche Wertvorstellungen orientierte Erziehung nach dem Leitbild Maria Wards. Die Mädchen und jungen Frauen sollen befähigt werden, ihre eigenen Lernzugänge zu finden, lernen diese auszubauen, um ihren Lebensweg selbstbestimmt zu gestalten. Die Grundlage unserer Bildungs- und Erziehungsziele sind die Prinzipien der christlichen Soziallehre: Personalität (Stärkung der Persönlichkeit und ihre besondere Würde), Solidarität (aktive Unterstützung von Sozialprojekten und Leben von sozialen Werten) und Subsidiarität (Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus als Erziehungsgemeinschaft zur Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstverwirklichung junger Frauen).


Ziel der Marienschule ist es, die Schülerinnen zu befähigen eine bewusste Berufs- und Studienwahl zu treffen. Hierbei ist es für uns entscheidend, dass Talente und Anlagen erkannt werden und die Schülerinnen darin bestärkt werden, sich auch selbst auf die Suche nach ihnen zu begeben. Die Schülerinnen werden dazu ermutigt, sich auszuprobieren, unterschiedliche Wege zu gehen und ihre Neigungen und Interessen ebenso zu entdecken wie ihre Talente zu fördern.


Hierbei werden die Schülerinnen kontinuierlich begleitet und betreut. Damit dies gelingt, beteiligen sich alle Fächer an einer möglichst umfassenden Berufs-„Bildung“. Ebenso werden auch die Elternhäuser, ehemalige Schülerinnen und Externe miteingebunden. Wir verstehen alle Beteiligten als Kooperationspartner für eine gelungene Berufs- und Studienorientierung (BSO).

BSO

Diese Berufs- und Studienorientierung ist also am Menschen, an den Bedürfnissen der Schülerinnen ausgerichtet. Hierbei ist es für uns weniger entscheidend eine Gymnasiastin für ein Studium zu begeistern, als sie dabei zu begleiten, dass sie sich über ihren beruflichen Lebensweg ein genaueres Bild zu machen vermögen. Auch am Ende eines Studiums steht ein Beruf, der mit Begeisterung und Leidenschaft ausgeübt werden soll. Demzufolge stehen sowohl am Realschul- als auch am Gymnasialzweig der Marienschule die Förderung der Ausbildungs- und die der Studienreife als zentrale Aufgabe gleichrangig nebeneinander.



Das Konzept der Marienschule ist durch ein Curriculum gekennzeichnet, das je nach Jahrgangsstufe (beide Bildungswege betreffend) konkrete Berufs- und Studienorientierungsmaßnahmen – hier als Übersichtsmatrix dargestellt – anbietet.


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BSO Matrix
 

Ein besonderes Anliegen ist es uns, dass die Schülerinnen schrittweise an die Berufs- und Studienwahl herangeführt werden und verstehen lernen, welche einzelnen Etappen diesbezüglich zu meistern sind. Hierzu gehört nicht zuletzt, dass die Bedeutung von Arbeit und Beruf für das eigene Leben erkannt wird. Aus diesem Grund erhalten alle Schülerinnen ab der Jahrgangsstufe 6 das Berufs- und Medienportfolio (BuMpf), in dem alle Maßnahmen und Bausteine der BSO an der Marienschule vorbereitet, dokumentiert und nachbereitet werden. Auf diese Weise wächst das Portfolio mit jeder Jahrgangsstufe und kann sich auch – je nach Veränderungen der Berufsabsichten – wandeln. Das BuMpf ist der speziell auf das Konzept der Marienschule zugeschnittene Begleiter für unsere Schülerinnen, vergleichbar mit dem Berufswahlpass an öffentlichen Schulen.


Unser Curriculum setzt in seinem Kern auf Kontinuität, auf durchgängige Betreuung in der Orientierung zwischen den vielen Berufsbildern, auf die Förderung und Forderung von Fähigkeiten, auf adäquate Erkundungen und Informationsgewinnung auf dem Weg der Berufs- und Studienplatzfindung. Demzufolge muss das Konzept wandelbar sein und immer wieder auf seine praktikable und sinnhafte Umsetzung überprüft werden.


Diese Aufgabe kommt dem Schulkoordinator BSO zu. In Abstimmung mit der Schulleitung, den jeweiligen Fachlehrern und der Realschulleitung wird das Konzept evaluiert. Besondere Unterstützung erhält der BSO-Koordinator durch den pädagogischen Leiter der Marienschule bezüglich der Umsetzung des Curriculums im Realschulzweig.

Johannes Henning

(Schulkoordinator BSO)